Die sogenannte Ludwig-Skala wird zur Klassifizierung des weiblichen Haarverlusts eingesetzt. Sie ist das Gegenstück zur Hamilton-Norwood-Skala, die zur Klassifizierung von männlichem Haarausfall dient. Die Ludwig-Skala ist genau wie die Norwood-Skala in diverse Stufen unterteilt. Patientinnen mit kahlen Stellen, diffusem Haarausfall oder Alopezie lassen sich in die Stadien der Ludwig-Skala einordnen.
In diesem Beitrag erfahren Sie alles rund um die Ludwig-Skala und wie diese Sie bei der Diagnose und Behandlung der androgenen Alopezie unterstützen kann.
Wussten Sie schon?
Immer mehr Frauen sind vom Thema Haarausfall betroffen: Laut der aktuellen Praxisumfrage der International Society of Hair Restoration Surgery (ISHRS) aus dem Jahr 2025 entfielen 15,3 % aller chirurgischen Haarwiederherstellungsverfahren auf weibliche Patientinnen – ein Anstieg von rund 16,5 % im Vergleich zu 2021. Dieser Trend unterstreicht die zunehmende Relevanz von Diagnoseinstrumenten wie der Ludwig-Skala zur Klassifikation weiblichen Haarverlusts.
Die Ludwig-Skala erklärt – alles, was Sie wissen sollten
Die Skala des Haarverlusts nach Ludwig wird von Fachleuten verwendet, um den Schweregrad des weiblichen Haarausfalls zu klassifizieren und somit die beste Behandlungsmethode zu bestimmen.
Diese Skala für Haarausfall bei Frauen wurde 1977 erstmals vorgeschlagen. Sie gilt seit ihrer Annahme als anerkannte Methode, um den charakteristischen Verlauf des weiblichen Haarausfalls zu messen.
Erblich bedingter Haarausfall ist die Hauptursache für weiblichen Haarverlust und ist nicht leicht zu diagnostizieren. Die Skala erleichtert eine Diagnose. Patientinnen wissen, wie weit ihr Haarausfall fortgeschritten ist, indem sie das Ausmaß mit den Stadien der Ludwig-Skala vergleichen.
Die Skala ist genauso wie das Hamilton-Norwood-Schema in Stufen unterteilt, wobei jede weitere Stufe einen höheren Grad des Haarausfalls darstellt.

Die Stadien der Ludwig-Skala im Überblick
Die Skala nach Ludwig ist in drei Stufen unterteilt:
Stadium I
Da die Gesamtdicke des Haares nicht beeinflusst wird, ist der weibliche Haarausfall der Stufe I für Patientinnen in der Regel nicht sichtbar.
Das Haar wird in diesem Stadium dünner, vor allem entlang des Scheitels, in der Mitte des Kopfes. Andere Areale sind in diesem Stadium nicht betroffen.
Mit der Zeit wird der Haarverlust bei Frauen im Stadium I deutlicher, denn der Haarverlust im Bereich des Scheitels schreitet vor und die Kopfhaut wird mehr und mehr sichtbar.
Stadium II
Bei Typ II ist die Kopfhaut im Scheitelbereich viel deutlicher sichtbar und die Ausdünnung in der Mitte des Kopfes ist ebenso sehr ausgeprägt.
Ziehen Sie einen Scheitel, werden Sie bemerken, dass der Scheitel sehr breit ist und das Gesamtvolumen der Haare deutlich abnimmt.
Ab diesem Stadium wird Frauen eine Haartransplantation in Istanbul empfohlen, damit sich der Zustand nicht weiter verschlimmert und es zu weiter fortgeschrittenem Haarausfall kommt.
Stadium III
Im dritten Stadium der Ludwig-Skala ist die Kopfhaut der Patientin vollständig sichtbar, und der obere Bereich des Kopfes kann eine komplette Kahlheit aufweisen.
Typ III kennzeichnet sich durch Haarverlust bei Frauen mit vermehrtem Haarausfall im Bereich der Schläfen und des Hinterkopfes. Die Ausdünnung erstreckt sich jetzt über den gesamten Kopf. Der vordere Haaransatz ist in den meisten Fällen nicht betroffen. Wird in diesem Stadium nichts gegen den weiblichen Haarausfall unternommen, kann dies dazu führen, dass eine Frau komplett kahl wird.
So bestimmen Sie Ihr Stadium mit der Ludwig-Skala
Um festzustellen, in welchem Stadium der Ludwig-Skala Sie sich befinden, können Sie Ihren Haarausfall am Oberkopf und Scheitel selbst analysieren.
Die Skala teilt den Haarausfall in drei Hauptstufen ein. Prüfen Sie, welche der Beschreibungen am besten auf Ihre Situation zutrifft, um Ihr Stadium des weiblichen Haarausfalls zu bestimmen.
Wichtiger Hinweis: Diese Selbsteinschätzung dient als erste Orientierung. Für eine präzise Diagnose und die Wahl einer passenden Behandlung ist es jedoch ratsam, einen Hautarzt oder einen Spezialisten für Haarerkrankungen zu konsultieren.
Behandlungsoptionen des weiblichen Haarausfalls je nach Ludwig-Stadium
Behandlungsart | Stadium der Ludwig-Skala | Beschreibung | Wichtige Hinweise |
Medikamentöse Behandlung | Stadium I und frühes Stadium II | Die Behandlung ist für frühe Stadien der Ludwig-Skala geeignet. Sie zielt darauf ab, den Haarausfall zu stoppen und gesünderes Haar zu fördern. | Häufig verwendetes Produkt ist Minoxidil. Medikamente werden direkt auf die Kopfhaut aufgetragen, um den Haarausfall zu stoppen und das Wachstum zu fördern. |
Therapie mit plättchenreichem Plasma (PRP) | Alle Stadien | Bei dieser Methode wird nährstoffreiches Plasma in die Haarfollikel injiziert, um Wachstum und Stärke zu verbessern. | Zielt darauf ab, das Fortschreiten des Haarausfalls zu stoppen und das Haarwachstum sowie die Festigkeit zu fördern. |
Lasertherapie | Alle Stadien | Ein Laser mit niedriger Intensität aktiviert Haarfollikelzellen. | Fördert das Haarwachstum, stärkt die Haare und minimiert den Haarausfall. |
Mesotransplantation (Regenera Activa) | Androgenetische Alopezie im Anfangsstadium | Mesenchymale Stammzellen werden direkt aus der Kopfhaut entnommen und zur Regeneration von geschädigten Follikeln injiziert. | Ein innovatives Verfahren, das besonders im Anfangsstadium wirksam ist. |
Haartransplantation | Alle Stadien | Haarfollikel werden von einer Spenderstelle entnommen und in die kahlen Stellen transplantiert. | Bietet optimale und dauerhafte Ergebnisse. Eine Haartransplantation in Istanbul ist als effektive und häufig gewählte Option bekannt. Es wird jedoch empfohlen, sie im Stadium II durchzuführen, solange die Spenderbereiche noch dicht genug sind. |
Haartransplantation bei Frauen: Wann ist sie sinnvoll?
Eine Haartransplantation in Istanbul ist in der Regel in allen Stadien möglich. Entscheiden Sie sich für eine Eigenhaarverpflanzung im Stadium I, kann das Fortschreiten des Haarausfalls verhindert werden und Sie können die kahlen Stellen im Scheitelbereich wieder auffüllen.
Die Haartransplantation wird in der Regel ab Stadium II der Ludwig-Skala empfohlen, wenn der Haarausfall am Oberkopf bereits deutlich sichtbar ist, aber noch genügend gesundes Spenderhaar vorhanden ist. Bei Stadium III kann der Eingriff ebenfalls sinnvoll sein, hängt aber stark von der Dichte der Spenderhaare ab.
Fazit: Die Ludwig-Skala als Entscheidungshilfe
Die diversen Stadien der Ludwig-Skala helfen Patientinnen dabei, das Ausmaß des weiblichen Haarausfalls zu bestimmen. Mithilfe der Skala können Betroffene sich für angebrachte Maßnahmen entscheiden, die dem Haarausfall bei Frauen entgegenwirken.
Sie können den Fortschritt des Haarausfalls mit der Skala beobachten und sich für eine Haartransplantation entscheiden, wenn Stadium II erreicht ist, oder auch schon zu einem früheren Zeitpunkt.
Genau wie die Hamilton-Norwood-Skala bietet die Skala nach Ludwig eine solide Entscheidungshilfe für Maßnahmen bei Haarausfall bei Frauen. Wichtig ist jedoch, die Skala als Orientierungshilfe zu sehen. Eine genaue Diagnose durch einen Facharzt über die Ursache des Haarausfalls ist entscheidend.
Häufig gestellte Fragen
Ab welchem Stadium lohnt sich eine Haartransplantation?
Eine Haartransplantation ist in allen Stadien der Ludwig-Skala möglich, um fortschreitendem Haarausfall und kahlen Stellen entgegenzuwirken. Eine deutliche Empfehlung liegt ab der zweiten Stufe vor, da der Haarausfall bei Typ II deutlich weiter fortgeschritten ist.
Welche Haartransplantationsmethode eignet sich für Frauen am besten?
Für Frauen eignet sich besonders eine Haartransplantation in Istanbul ohne Rasur, insbesondere durch DHI-Techniken, bei denen nur ein kleiner Bereich im Spenderbereich rasiert wird oder einzelne Haare gezogen werden, während der Rest des Kopfes unberührt bleibt. Diese Methode wird auch als „Long Hair FUE“ oder „No-Shave FUE“ bezeichnet.
Kann man Haarausfall im Stadium I stoppen?
Ja, Haarausfall im Stadium I der Ludwig-Skala kann in vielen Fällen gestoppt oder deutlich verlangsamt werden. Da es sich um das früheste Stadium handelt, sind die Haarfollikel in der Regel noch intakt, aber in ihrer Funktion geschwächt. Das macht eine frühzeitige Behandlung besonders vielversprechend:
- Medikamentöse Therapien: Produkte wie Minoxidil sind bewährte Optionen, die das Haarwachstum anregen, für gesünderes Haar sorgen und weiteren Haarausfall verhindern können.
- Regenerative Behandlungen: Methoden wie die PRP-Therapie (plättchenreiches Plasma) und die Stammzellentherapie (z. B. mit Regenera Activa) nutzen die körpereigenen Wachstumsfaktoren, um geschwächte Follikel zu stärken und die Haardichte zu verbessern.
- Lasertherapie: Diese nicht-invasive Methode stimuliert die Durchblutung der Kopfhaut und fördert die Nährstoffversorgung der Haarfollikel.